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Ein Märchen wird zur Erfolgsgeschichte

pic1.jpg1947, als die Welt noch in Trümmern lag, suchte der aufstrebende Tanz-Sport-Club "Blau-Orange" einen fähigen neuen Trainer. Die Wahl fiel auf Julius Kummer, ein junger Offizier, der, gerade aus dem Krieg heimgekehrt, beide "Ärmel aufkrempelte" , um sich sein wahres Leben aufzubauen. Zwei Jahre lang dienten das alte Café Thalia (Graz-Opernring) und das "Schlößl" am Hilmteich als Trainingsstätten, 1950 aber gelang der große Durchbruch: das Schweizerhaus am Hilmteich, um das 400 Bewerber ritterten, wurde Julius Kummer zugesprochen und somit vor dem Verfall gerettet. Der Einsatz aller Mittel und Kräfte ließ das historische Gebäude nach mehrfachen Renovierungs- und Umbauarbeiten in neuem Glanz als größte Tanzschule der Steiermark erstehen. der persönliche Stil des Ehepaares Kummer war sowohl im Clubleben, als auch im Schulbetrieb prägend. Den Erfolg dominierten ihre Eleganz, ihr Einsatz, der pädagogische Weitblick, die tänzerische Perfektion und nicht zuletzt die tief empfundene Herzlichkeit.

Von Nah und Fern strömten immer mehr Tanzbegeisterte ins Schweizerhaus am Hilmteich, und immer öfter wurde an das Ehepaar Kummer die Bitte herangetragen, doch auch Kurse außerhalb von Graz abzuhalten - gerne wurde auch diesem Wunsch Rechnung getragen, seit 60 Jahren bürgt der Name Kummer auch in der ganzen Steiermark für Top-Qualität in Sachen Tanz.

 

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1976, im Zenit einer glanzvollen Karriere verstarb Julius Kummer im Alter von 67 Jahren völlig unerwartet und hinterließ seiner Familie sein

Lebenswerk -

als Auftrag und Berufung. In diesem Selbstverständnis führten Erika Kummer und ihr damals 18-jähriger Sohn Edgar (zu diesem Zeitpunkt jüngster Tanzlehrer Österreichs) das Unternehmen weiter zu neuen Höhepunkten.
Das intakte Gleichgewicht von tänzerischem Niveau und souveränen Umgangsformen ließ die Paare der Tanzschule Kummer nicht nur am Opernball brillieren. Erika Kummer selbst wurde 1984 die Ehre zuteil, diesen berühmtesten Ball der Welt als erste und einzige weibliche Tanzmeisterin anzuführen. Nach 45 Jahren steirischer Tanzgeschichte, die untrennbar mit ihrem Namen verbunden ist, zog sich Erika Kummer 1995 aus dem aktiven Berufsleben zurück, und übergab die Leitung der zur Institution gewordenen Tanzschule am Hilmteich ihrer Tochter Daniela.

Ins nächste Jahrtausend führte nun auch die nächste Generation 'Kummer' das steirische Tanzgeschehen: Daniela Kummer leitet das Stammhaus am Hilmteich, hat das herkömmliche Tanzschul-Programm um ein Vielfaches erweitert und holt internationales Flair und Know-How nach Graz - denn:

als Österreicher sind wir Kosmopoliten -
als Tänzer sin
d wir Allrounder

Am 1.Juni 1999 gelang es Daniela Kummer und 11 ihrer jungen Tanzschüler, mit dem von ihr choreographierten Tanz "The Dirty Boogie", aus 27 Nationen den Sieg beim internationalen Wettbewerb "Dance of the Year '99" zu erringen und somit Österreich erstmals als "Sieger von Blackpool" zu positionieren, das in Tänzerkreisen als unumstrittenes "Mekka" gilt.

Im Jahr 2000 nahm Daniela Kummer mit Partner Francisco Nino als erstes österreichisches Paar an einem internationale Salsa-Turnier teil. "FederCaribe" in Rimini brachte -völlig unverhofft- den 3.Platz.

Die Hip Hop Mädels der Tanzschule Kummer erreichten 2000-2005 mehrmals Östrreichische und Internationale Meistertitel, ein weiterer "Dance of the Year" und schließlich die Erste Österreichische Meisterschaft in Salsa & Karibischen Tänzen führten zu weiteren Siegen der Tanzschule Kummer.
In bereits dritter Generation führt nun Philipp Kummer gemeinsam mit seinem Vater Edgar die "Mobile Tanzschule", die den Tanz in die Steiermark und ins Burgenland bringt.

Die Faszination und Unvergleichbarkeit von Live-Musik brachte immer wieder phantastische Bands und Interpreten ins Schweizerhaus, das auch eine der Wiegen des Jazz in Graz war.

Der kulturelle Auftrag, aufstrebenden wie renommierten Künstlern eine Bühne zu bieten und sie wo es geht zu unterstützen, ist uns eine Selbstverständlichkeit. Helfen Sie mit: www.fairmusik.at

Wo aber die Natur so unvergleichlich schön ist, sollte man auch im Freien tanzen können. Nach umfassenden Renovierungsarbeiten entstanden ein weiterer Tanzsaal und großzügige, barrierefreie Sanitäranlagen mit Duschmöglichkeiten, sowie 3 Waldterrassen, die im Sommer beim teichen als Open Air Bühne, Freiluft-Tanzfläche und Gastgarten dienen.

Der angeschlossene Gastronomie-Betrieb Tanzwirtschaft verwöhnt Tänzer und Nicht-Tänzer mit kulinarischen Köstlichkeiten aus der Region und Fair Trade gehandelten Produkten.

Die kontinuierliche Wieder-Belebung des Hilmteich-Areals, ein Herzens-Anliegen von Daniela Kummer, wurde 2008 durch die Installierung des Kletterpark Hilmteich erweitert, der mit dem TSK-Pass zu vergünstigten Preisen besucht werden kann.

2009 Wiener Opernball

20092009 wurde ein weiteres Märchen in der Kummerschen Familiengeschichte wahr: nachdem der Wiener Opernball in seiner 75-jährigen Geschichte nur ein einziges Mal von einer Frau angeführt worden war (s.o.), ging Daniela Kummer 2009 als zweite weibliche Tanzmeisterin nach ihrer Mutter in die Geschichte des Opernballs ein. Von ihrem Bruder Edgar Kummer mit der ehrenvollen Aufgabe der Choreographie betraut, erzielte ihre Eröffnung "Die Blumen des Lebens" auch bei dem im Vorfeld höchst kritischen Wiener Publikum letztendlich Standing Ovations. Als Geheimnis ihres Erfolges betrachtet sie einerseits das umfassende Studium der Heiligen Geometrie, andererseits eine gewisse Unbeugsamkeit, wenn es um ihre Werte und Prinzipien geht.

Aktualisiert ( Dienstag, den 30. März 2010 um 15:55 Uhr )