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Am Anfang war der Rhythmus

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nataraja.jpgWas war zuerst da, die Henne oder das Ei - die Musik oder der Tanz?

Reisen wir in der Zeit zurück und stellen uns unsere frühesten Vorfahren vor. Wir schreiben das Jahr 20.000 v. Chr - die Eiszeit, 1/3 der Landfläche unserer Erde ist vergletschert, Auerochsen und Riesenhirsche durchwandern die Wälder. Unsere Urahnen, die Cro-Magnon-Menschen, haben die Jagd verbessert, den Feuerstein bearbeitet, Felswände bemalt und Tanzmasken hergestellt. Ab 10.000 v. Chr. erkennt man anhand von Höhlendarstellungen die Existenz verschiedener Tänze und vermutet auch Gesang und Schlaginstrumente. Die ersten bekannten Musik-Instrumente, Lyra, Pauke, Harfe und Flöte datiert man ab 3000 v. Chr. und schreibt sie den Sumerern zu.

Aktualisiert ( Dienstag, den 11. Mai 2010 um 10:54 Uhr )
 

Die Entwicklung

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Am Anfang tanzten Männer und Frauen getrennt voneinander. In vielen Kulturen waren es zunächst nur Schamanen und Männer, die in Einzeltänzen oder Kreisreigen ohne Berührung, um Jagdglück, Regen, oder Glück im Kampf, Heilung oder Frucktbarkeit baten.

Aus dem einfachen Kreis entwickelten sich bald komplexere Figuren, Linien und Muster, die es den Tanzenden erlaubten, nun auch "gegeneinander" in Fronten tanzend, Szenen darzustellen. Die noch heute bekannten Tänze, wie Quadrille, Polonaise oder Country-( Contre=gegen) Tänze gehen auf diese frühen Ursprünge zurück. ( Auch das Wort "Ur-Sprung" erscheint plötzlich in völlig neuem Licht.) Mit der gehobenen Stellung der Frau, als Hüterin des Hauses, wurde auch der weibliche Tanz bedeutend, nun standen Männer und Frauen einander in Fronttänzen gegenüber, der erotische Aspekt im Tanz war entstanden.

Aktualisiert ( Dienstag, den 11. Mai 2010 um 11:06 Uhr )
 

Der Wiener Walzer

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Die Wurzeln des Walzer gehen bis in die Anfänge des Paartanzes zurück. Irgendein Paar war das erste, das sich miteinander zu drehen begann und in den Rausch eintauchte. Alle anderen folgten. Die ersten Paartänze haben sich relativ zeitgleich am Kaukasus, auf den Antillen und im Alpen-Donauraum entwickelt, vermutet man. Vor 4 - 5000 Jahren war das Land in dem wir leben, von einem Stamm bevölkert war, der also den Ursprung tanzte.
Es waren keltische Bauernvölker, wild und naturverbunden, die mit der Christianisierung vor veränderten Bedingungen standen.
Mit dem 4. Jhd n. Chr. begann man auch bei uns zu schreiben, natürlich in Latein, da man es so von den römischen Glaubensbringern gelernt hatte. Die neue Religion hatte sich gegen die alten heidnischen Götter und Rituale zu behaupten. Sie setzte Kirchen auf Kultstätten, christliche Feiertage an keltischen Festtagen an, und verwandelte keltische Göttinnen in katholische Heilige. Der Tanz war mit den Göttern aus den Glaubensritualen verbannt worden. Da man ihn aber nicht gänzlich unterbinden konnte, ohne den Unmut der Bekehrten zu entfachen, verlegte man ihn vor die Kirche. Der Kirchtanz hat sich in manchen Gegenden bis heute erhalten, einst wie heute tanzt man den selben Tanz.

Aktualisiert ( Dienstag, den 11. Mai 2010 um 11:05 Uhr )
 

Die Entwicklung des Gesellschaftstanzes

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Was wir heute unter Gesellschaftstanz verstehen, ist ein Produkt des frühen 20. Jahrhunderts. Im Unterschied zum Volkstanz, der sich der jeweiligen nationalen Ursprünge besinnt, und diese von Generation zu Generation weiterträgt, ist der Gesellschaftstanz ein sich ständig entwickelnder Organismus.
Die semantische Unterscheidung zwischen Gesellschaft ( also die gehobene, gutbürgerliche oder aristokratische Gesellschaft) und Volk ( die arbeitende und bäuerliche Landbevölkerung), die Jahrhunderte lang Leben und Kultur der Menschen bestimmt hatte, begann sich aufzulösen. 

So begannen die Menschen unterschiedlicher Herkunft zwar immer häufiger mehr oder weniger ähnliche Tänze zu tanzen, aber es wäre nicht der Mensch, hätte er nicht das Bedürfnis, sich gegenüber anderen abzugrenzen. Doch wann immer Musik im Spiel ist, entsteht eine gewisse Eigendynamik.

Aktualisiert ( Dienstag, den 11. Mai 2010 um 12:22 Uhr )
 

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